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Etwa Mitte Mai treffen am Geiseltalsee die ersten Bienenfresser ein. Sie haben bereits ihren Partner gewählt und führen diese Ehe nur für eine Saison.

 

 

Zügig werden die Brutröhren von beiden gegraben. Bienenfresser sind Koloniebrüter, die kein Problem damit haben, wenn gleich nebenan mehrere Bienenfresser das gleiche tun.

Dabei werden 5 - 6 kg Erde mit dem Schnabel gelockert und mit den Füßen nach draußen bewegt. Diese Brutröhren können bis zu   2 m lang sein, am Ende befindet sich der Brutkessel.

Das Einflugloch hat eine Durchmesser von     8 bis 10 cm.

 

In dieser Zeit beginnt auch die Balzfütterung.

 

Nach 2  bis 3 Wochen sind die Röhre und die Höhle dann soweit fertig, daß die Eiablage beginnen kann. Vier bis neun Eier werden dann in weiteren 3 Wochen von beiden Altvögeln bebrütet.

 

Ebenfalls beide füttern nun ohne Unterlaß über etwa 31 Tage ihre geschlüpften Jungen. Aber nur 3 bis 5 Junge im Schnitt werden in Abhängigkeit von Nahrungsangebot und Wetterverlauf  flügge.

 

 

Mitte bis Ende Juli verlassen die Jungvögel ihre Höhlen, um dann zusammen mit den Altvögeln meist in großen Trupps über Land zu ziehen.

Die Jungen werden dabei noch für 2 bis 3 Wochen sowohl von den Eltern als auch von "Aufzuchthelfern" gefüttert, Bienenfresser, welche ihre Brut verloren oder selbst nicht gebrütet haben.

 

 

Im nächsten Jahr werden sie dann wieder neue Brutröhren graben. Die alten Brutröhren werden gern von Uferschwalben und dem Feldsperling in Besitz genommen.


Die Bienenfressersaison am Geiseltalsee endet dann mit dem Zug der Vögel gen Süden, in wärmere Gefilde. Das ist so etwa Ende September bis spätestens Anfang Oktober. Wie bei anderen Zugvögeln auch, verlassen einige auch schon früher, ab Ende August, ihr Brutgebiet.


Bruthöhlen der Bienenfresser