Bienenfresser am Geiseltalsee
Bienenfresser-Männchen
... immer mehr Bienenfresser sind am Geiseltalsee und in der näheren Umgebung heimisch geworden in den letzten Jahren.
Diese farbenprächtigen Vögel sind nicht zu übersehen und ihre trillernden, exotischen Töne nicht zu überhören. Meist hört man sie zuerst, bevor man sie sieht.
Eigentlich sind die Bienenfresser in den Tropen und Subtropen zu Hause. Doch nun auch bei uns, alle Jahre wieder, hier am Geiseltalsee. Eine gute Nachricht!
Bienenfresser (Merops apiaster) sind sehr gesellig lebende Vögel. Bevorzugt leben sie in der Nähe von Steilabbrüchen, gerade hier im ehemaligen Bergbaugebiet. In bis zu 2 m langen, selbst gegrabenen Brutröhren ziehen sie dann ihre Jungen auf.
Unermüdlich füttern die Altvögel
ihre Jungen mit vielerlei Insekten.
Besonders beliebt sind Hummeln und Großlibellen, natürlich auch Bienen, aber auch Heuschrecken, Schmetterlinge und Käfer.
Ihren Namen - Bienenfresser - sollen diese attraktiven Vögel angeblich deshalb haben, weil das Brautgeschenk wohl immer eine Biene ist.
Die Bienenfresser sind spezialisiert auf die Jagd in der Luft. Dabei erbeuten sie in schnellem Flug ihre Opfer.
Bienen und andere giftstacheltragende Insekten unterziehen sie einer Sonderbehandlung. Sie schlagen diese Insekten gegen einen Ast , um das Gift abzustreifen. Denn so ganz immun sind die Bienenfresser gegen das Gift auch nicht.
In Sachsen-Anhalt leben etwa 50 Prozent des bundesweiten Bestandes (NABU 2007).
Der Bienenfressser gehört zu den gefährdeten Arten und seine Brutgebiete stehen deshalb unter besonderem Schutz.
Das oben abgebildete Bienenfresser-Foto wurde mir freundlicherweise von Martin Schulze/NABU Sachsen-Anhalt zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.
© by Christine Lattke